Donnerstag, 21. Februar 2019

WIE MEINE BEWERBUNG ABLIEF - BEWERBUNG VISUELLE KOMMUNIKATION / KOMMUNIKATIONSDESIGN

Die Abiturzeit rückt für viele näher und damit auch die Studienbewerbung.
Ich habe mich nach langem Überlegen dafür entschieden, mich für den Studiengang "Kommunikationsdesign" und "Visuelle Kommunikation" zu bewerben.
Glücklicherweise hatte ich auch Erfolg damit und studiere jetzt im schönen Weimar Visuelle Kommunikation :)

Vielleicht ist das ja auch etwas, dass Du gerne machen möchtest, weshalb ich gerne heute und in den kommenden Wochen meine Erfahrungen zur Bewerbung mit dir teilen will.

Die Informationen im Internet sind meiner Meinung nach sehr verwirrend. Jede Fachhochschule oder Uni schien die Bewerbung und Anforderungen an die Mappe anders zu handhaben. Und mir kam es so vor, als wüsste keiner so genau, was eigentlich konkret von mir gefordert wurde.

Nun ja, fangen wir am Anfang an. Heute möchte ich Dir erzählen, wie meine Bewerbung ablief. Es geht natürlich nicht um richtig oder falsch, ich rede einfach nur von meinen persönlichen Erfahrungen und meiner Meinung. Bei den Bildern handelt es sich um Handyfotos, die ich in der Zeit der Bewerbung gemacht habe. :)

Meine Versuche, die Zeichen-Basics für die Mappe zu lernen

Ich habe mich an drei Fachhochschulen im Studiengang "Kommunikationsdesign" und an einer Uni für "Visuelle Kommunikation" beworben.

Mein erster Schritt war die Recherche. Nachdem ich mich entschieden hatte, wo ich mich bewerben will, ging die Recherche los. Wer will was?

 

Mein Ablauf der Bewerbung an den verschiedenen Hochschulen


Schon allein bei den wenigen Hochschulen, bei denen ich mich beworben habe, gab es Unterschiede im Ablauf. Wichtig ist, dass Du dich frühzeitig über die Fristen und den Ablauf deiner Favoriten informierst (am besten jetzt schon).

Bei mir lief es so:

 

Uni

  1.  Online-Anmeldung 
  2. Zusendung der Aufgabenstellung einer Hausaufgabe per Mail von der Uni
  3. Hausaufgabe bearbeiten und  mit Papierkram (Lebenslauf, Zeugnis,...) an Uni senden
  4. Einladung zum Mappengespräch (Mappe konnte man direkt wieder mitnehmen)

Fachhochschule 1

  1. Online eine Hausaufgabe abrufen
  2. Diese nach bestimmten Kriterien bearbeiten und mit meinem Papierkram an die Hochschule senden
  3. Bei erfolgreich bestandener Hausaufgabe: Einladung zum Mappengespräch (Mappe konnte man direkt wieder mitnehmen)

Fachhochschule 2

  1. Hausaufgabe online abrufen
  2. Papierkram an die Hochschule senden - Einladung zu Eignungsprüfung und Mappengespräch
  3. Hausaufgabe bearbeiten und hochladen
  4. An Eignungsprüfung teilnehmen
  5. An Mappengespräch teilnehmen (Mappe konnte man direkt wieder mitnehmen)
  6. Bei erfolgreich bestandener Eignungsprüfung, Mappengespräch und Hausaufgabe (Gesamtnote): Möglichkeit der Immatrikulation (Voraussetzung: Praktikum bei gestalterischem Unternehmen)

Fachhochschule 3

  1. Mappe mit Papierkram an Hochschule senden
  2. Bei überzeugender Mappe: Einladung zum Mappengespräch

Die Mappe


Sehr früh war also klar: Jeder wollte eine Mappe mit von mir gefertigten Arbeiten sehen. Glücklicherweise würde ich für meine Favoriten nur eine Mappe brauchen, die ich minimal variieren könnte, weil ich sie ja nach jedem Mappengespräch direkt wieder mit nach Hause nehmen konnte.


Ich habe zwar immer schon gerne kreative Dinge gemacht, bin aber weder eine besonders begabte und begeisterte Zeichnerin, noch hatte ich in meiner Freizeit Dinge gestaltet, die ich in die Mappe hätte tun können. Also fing ich an, Arbeiten für die Mappe anzufertigen (die fertigen Ergebnisse zeige ich Dir in einem gesonderten Blogpost).

Die Hausaufgabe


Neben der Mappe habe ich die verschiedenen Hausaufgaben bearbeitet. Bei der Uni hatte ich die Wahl zwischen zwei Aufgaben mit sehr wenig Einschränkungen. Bei Fachhochschule 1 war ein Thema vorgegeben, ohne weitere Erklärung, also sehr frei. Fachhochschule 2 wollte einen einminütigen Film zu einem Thema sehen, bei dem noch mehrere weitere Unteraufgaben vorgegeben waren.

An der Arbeit für meinen Stop-Motion Film

Anfangs war ich mit den Themen etwas überfordert. Ich habe dann aber mit anderen Leuten darüber geredet und mir sehr viele Gedanken gemacht. Ideen wurden weiterentwickelt, verworfen, neue gefunden... Und schließlich habe ich es geschafft, für jede Aufgabe etwas zu machen, mit dem ich am Ende zufrieden war. Und es hat sich gelohnt - ich wurde bei allen drei meiner Favoriten am Ende angenommen.

Das Mappengespräch


An drei der vier Hochschulen, an denen ich mich beworben habe, durfte ich zu einem Mappengespräch kommen. Ich war vorher natürlich ziemlich nervös, weil ich nicht wirklich wusste, wie das Ganze ablaufen würde und wie Leute auf meine Arbeiten reagieren würden (ich habe keine Mappenberatung gemacht, hatte aber Betreuung von einem Künstler und Mallehrer beim Gestalten der Mappe).

Mein erstes Gespräch war an Fachhochschule 2. Hier wurden wir in kleinen Gruppen aufgerufen und durften unsere Arbeiten auf je einem Tisch ausbreiten. Dann kamen Profs und Studenten herein, die um die Tische gingen und Fragen zu den Arbeiten stellten und sie sich anschauten. Das Ganze war relativ entspannt und angenehm, weil es eher den Charakter von einer Ausstellung hatte.

Bei Fachhochschule 1 wurde man von einem Studenten aufgerufen, der einem die Hausaufgabe aushändigte und Fragen beantwortete. Dann durfte man seine Sachen in einem Raum ausbreiten. Nach kurzer Zeit kam eine kleine Gruppe von sehr freundlichen Profs herein, die sich die Arbeiten anschauten, ein paar Fragen stellten und dann den Raum wieder verließen.

Das Mappengespräch bei Fachhochschule 1

Im Gespräch an der Uni wurde ich in einen Raum geholt, in dem Profs, künstlerische Mitarbeiter und ein paar Studenten saßen und breitete meine Arbeiten auf einem Tisch aus. Nach ein paar allgemeinen Fragen wurden die Arbeiten angesehen und Fragen dazu sowie zur Motivation für das Studium an der Uni gestellt. Ich wurde auch gefragt, ob und wo ich mich noch beworben habe, was mein Favorit wäre und worauf ich mich im Studium am ehesten freuen würde.
Alle Gespräche dauerten nicht länger als 15 Minuten.

Wie schon erwähnt, möchte ich die Details zu meiner Mappe in einem anderen Post mit Dir teilen, aber wenn Du Fragen zum Ablauf meiner Bewerbung oder dem Mappengespräch hast, werde ich sie gerne so gut wie möglich beantworten. Schreibe mir gerne auch eine Mail (lollyloop.info@gmail.com), wenn du noch Fragen zur Bewerbung hast oder Postwünsche zu dem Thema.

x Anna

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